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Unsere nachhaltige Scheunenhochzeit



Am 06.07.2019 gaben Jannes und ich uns in einer Scheune in Brandenburg das Ja-Wort nach fast 5 Jahren gemeinsamer Zeit voller Tiefen und Höhen. Nachdem Jannes mir im Juni 2018 den Hochzeitstag-Antrag im Schweriner Schlossgarten machte, fing ich augenblicklich an, eine Pinterest-Pinnwand aus meinen Hochzeitsvorstellungen zu machen. Mir war von Anfang an wichtig, dass unsere Hochzeit meine Leidenschaft zur Nachhaltigkeit widerspiegeln sollte und so war meine Pinnwand voll von DIY und Deko-Ideen aus natürlichen Rohstoffen.

Da wir keinen Kredit für unsere Hochzeit aufnehmen wollten, war der finanzielle Rahmen natürlich auch begrenzt. Uns lag wenig an pompösen oder glamourösen Hochzeiten o.a. Veranstaltungen, also planten wir für unsere Hochzeitslocation etwas rustikaleres. Wir entschieden uns im Frühjahr 2019 dann für eine Scheune im Löwenberger Land, in der bereits meine Schwägerin und mein Schwager vor ein paar Jahren geheiratet hatten. Das schöne an dieser Scheune war, dass die Besitzerin keinerlei Vorgaben zur Veranstaltung der Hochzeit hatte. Wir sollten einzig und allein, für die Räumlichkeiten der Gäste, die Nutzung der Küche und der Scheune Miete bezahlen. Darüber hinaus entschieden wir uns noch für die Hilfe von 2 Servicekräften. Und mit dieser Freiheit stand diese Location alleine da. Alle anderen möglichen Hochzeitsräumlichkeiten waren entweder an ein festes Aufgebot von Catering, DJ, Getränkekommissionspartner und teilweise sogar Dekorationen gebunden oder einfach viel zu überteuert. Zum Einen ging es uns ziemlich gegen den Strich (so praktisch es auch für die Veranstalter sein möge), dass scheinbar der Großteil der Locations wenig Mut zur Individualität ließ (vor allem vegane Alternativen, waren für die Masse der Caterings nicht zu bewerkstelligen). Zum Anderen erhärtete sich unser Eindruck, dass sobald das Wort "Hochzeit" fiel, der Preis sich zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen schien.

Und wer jetzt denkt, eine Anfrage unter dem Deckmantel einer normalen Familienfeier zu stellen, wäre eine günstigere Alternative gewesen, dem muss ich schweren Herzens sagen: Ihr habt Recht-aber nur solange bis ihr als Braut und Bräutigam auftaucht. Dann werden nämlich unangenehme Diskussionen ausgefochten. Ich habe schon den ein oder anderen Erfahrungsbericht gehört, dass sich die Veranstalter es sich nehmen lassen im Nachhinein eine Preiserhöhung vorzunehmen. (Ja, ich finde das auch mehr als frech!)Nachdem wir also unsere Location gefunden und reserviert hatten, schlossen nahtlos meine Planungen für die Tischformation, -dekoration und die Essensplanung an.


Wie gestalteten wir nun unsere Hochzeit nachhaltiger und umweltbewusster?

Ich habe die einzelnen Ideen in Rubriken unterteilt, sodass ihr eine bessere Übersicht bekommt.


1. Idee - Verlobungs- und Eheringe

Die Idee der Verlobungsringe stammte ganz allein von Jannes, denn ich wusste natürlich nichts von der Verlobung. Stimmt nicht ganz, Eines wusste ich! Da wir bereits während unserer Beziehung mal mehr und mal weniger über unsere Vorstellungen einer "Traumhochzeit" redeten, waren wir uns einig, dass die Verlobungsringe nicht teuer sein sollten und noch weniger kitschig, denn wir würden sie ja hoffentlich nur 1 Jahr tragen. Jannes entschied sich für 2 wunderschöne Ringe aus Flieder-Holz, glatt geschliffen und ohne Schnick-Schnack. Somit hatten wir für wenig Geld eine Verlobungserinnerung, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde, auch nach der Hochzeit als zeitloser Schmuck getragen werden kann und von fair bezahlten Arbeiter*innen hergestellt wurde. Der letzte Aspekt ist, so ungewöhnlich er sich auch anhören mag, bei vielen Schmuckstücken nicht gegeben. Insbesondere Schmuck aus Gold stammt aus Zuständen sozialer Ausbeutung und umweltschädlicher Herstellung, wenn dieser kein Fairtrade-Siegel trägt. Jedoch gibt es bereits eine Handvoll Juweliere und Juwelier-Onlineshops, die fairen Schmuck vertreiben. Wer sich genauer belesen möchte, zu fairen Eheringen und den Schäden von Goldbergbau, füge ich hier einen Link ein.

Unsere Eheringe sind Repliken aus der Wikinger-Zeit. (die Kurzfassung für das Warum: Jannes und seit einigen Jahren auch ich, nehmen an Reenactment-Lagern in Deutschland und Skandinavien teil. Wir stellen historisch möglichst authentisch, mit vielen anderen lieben Menschen, eine Zeitepoche und eine Region nach. Bei uns ist es das Frühmittelalter bzw. die Zeit der Wikinger und Slawen.)

Wir haben sie 2018 von einem befreundeten russischen Reenacter in Moesgaard, Dänemark auf einem Lager gekauft. Das tolle an den Ringen ist, jeder ist ein Einzelstück, denn sie werden unter den selben Bedingungen wie im Frühmittelalter geschmiedet. Einziger Unterschied- die Bezahlung.



2. Idee - Hochzeitskleid

Großes Thema für viele zukünftig verheiratete Frauen. Und so war es auch ein großes Thema für mich. Da es in Schwerin nur eine sehr geringe Anzahl an Brautkleid- und Festmoden-Läden gibt und ich einen bestimmten Typ Kleid im Kopf hatte, kam ich hier nicht weiter. Also recherchierte ich nach kleineren Boutiquen im Umkreis und setzte dann schnell meine Suche in Hamburg fort, da es in einer Großstadt wenig an Auswahl mangelt. Ich besuchte mit zwei meiner Trauzeuginnen 2 Brautmodeläden fünf Monate vor dem eigentlichen Hochzeitstermin. Wenn ich mich recht erinnere, war ich ziemlich enttäuscht über das Angebot das in meiner Preisvorstellung existierte. Ich sah tolle Meerjungenfrauenkleider mit wunderschönem Besatz, Pailetten oder Glitzer und meterlangen Schleppen. Irgendwie Traumkleider aber irgendwie wusste ich, dass keins dieser Kleider mein Traumkleid sein würde. Neben den 2 Boutiquen hatte ich noch einen Brautmodeladen in Seevetal an dem Tag vorgemerkt. Weiter außerhalb, schon in Niedersachsen befand sich Mona Berg's kleiner Laden in einem ebenso kleinen Örtchen. Sie begrüßte uns wie Freunde und ohne es bewusst zu bemerken, spürte ich, hier würde ich mich wohl fühlen; hier würde ich mein Kleid finden. Und ja ich wurde fündig. Es wurde ein Boho-Traumkleid in A-Linie mit einem tiefen Rückenausschnitt und Spitze. Mona erfüllte mir alle Änderungswünsche. Und so besaß ich einen Monat vor der Freien Trauung mein Brautkleid. Nun fragst du dich sicher, an welcher Stelle du "nachhaltig" überlesen hast? Nun ja, zugegeben ganz nachhaltig ist meine Variante nicht. Die beste Variante wäre gewesen ein Hochzeitskleid zu leihen. Ja tatsächlich gibt es mittlerweile Hochzeitskleid-Verleihe in einigen Großstädten. Ich habe mir sogar ein paar Adressen rausgepickt, aber die Bilder von älteren Vintage-Kleidern, von klassischen Schnitten und Stoffen sprachen mich nicht an. Auch bei Kleiderkreisel suchte ich eine ganze Weile und fand auch hier selten etwas das mir gefiel. Gefiel mir dann ausnahmsweise mal was, zerbrach ich mir allerdings den Kopf über die angegebene Größe bzw. Maße des Kleides. Denn jede Frau hat eine andere Figur. Und ich wusste auch, dass meine Figur zumeist nicht in Standardmaße passte, wenn nicht etwas Stretch-Anteil gegeben war. Also legte ich mich zunächst schweren Herzens darauf fest ein neues Kleid zu kaufen. Bis ich mich in mein Kleid von Mona verliebte. Das nachhaltige an Monas Werk: Sie macht alles selbst, schneidern, designen und anpassen. Und so konnte sie mir natürlich jeden Wunsch erfüllen der aus dem Kleid von der Stange mein Brautkleid machte.



3. Idee - Essen bzw. Catering

Da uns die Besitzerin der Festscheune freie Hand in der Organisation unserer Hochzeit ließ und nur hier und da Empfehlungen gab, waren wir unbegrenzt in unseren Entscheidungen und dem finanziellen Minus.

Also der 4-Sterne Koch war hiermit gestrichen- "könn' wa uns nicht leisten", hatte Jannes gesagt ;)

Wir suchten allerdings nicht lange nach einer Alternative, da mein Schwager und meine Schwägerin (die ja ebenfalls in der Scheune geheiratet hatten) ihre damalige Idee vom Hochzeitsessen an uns weitergaben. Die Idee ist genial, für alle die ihrer Hochzeitsgesellschaft ein bisschen Hilfestellung anvertrauen können und über ein ebenso knappes Hochzeitsbudget wie wir verfügen.

Wir fertigten eine Liste mit all den schönen Mahlzeiten, Naschereien, Knabberzeug und was man eben sonst so bei einem so großen Essen brauchen würde. Diese Liste übergaben wir, zusammen mit der Gästeliste (inklusive Telefonnummern), dann an einen von Jannes' Trauzeugen, der die einzelnen Leckereien den Gästen zuordnen sollte bzw. mit ihnen absprechen konnte, welche Dinge der Gast mitbringen oder zubereiten wollte. Das ganze trug wenig später offiziell auf den Einladungskarten den Namen "Gäste-Buffet". Wir dachten aufgrund unserer Ernährung auch nochmal besonders darauf, dass viele vegetarische und vegane Produkte auf der Liste standen.



3.1. Idee - Müllvermeidung beim Essen

Zunächst einmal gab es bei uns weder Plastik-, noch anderes Einweggeschirr. Darauf bestand ich! Im Bestand der Scheune gab es mehr als genug Teller, Geschirr, Gläser, Becher, Vasen usw. Alles was wir dort nicht vorrätig hatten, wie z.B. Schüsseln, brachten wir und die Gäste von zuhause mit. Wir wiesen auf den Einladungskarten, auch nochmal speziell darauf hin, dass auf Plastikverpackungen verzichtet und wenn möglich in alternative Behältnisse wie z.B. aus Glas, Metall oder Holz verpackt werden sollte.

So sparten wir uns eine Menge Arbeit an Müllbeseitigung am nächsten Tag, jeder hatte Dosen zur Aufbewahrung der Reste vom Vortag und die Hochzeitsfotos wurden nicht getrübt von unnötigem Plastikzeug.


4. Geschenke

Zu dem Thema "Hochzeitsgeschenke" hatten Jannes und ich die gleiche Meinung. Wir haben eine gemeinsame Wohnung mit allem was man zum Wohnen braucht. Wir brauchen kein Geschirr, Silberbesteck, Dekoration oder sonstigen Firlefanz den man typischerweise auf einer Hochzeit verschenkt. Also verfassten wir in unserem Einladungstext ein paar Zeilen dazu. Wir baten unsere Gäste auf große Geschenke zu verzichten und stattdessen Geldgeschenke zu machen für die Ermöglichung unserer Flitterwochen. Da wir trotz den ganzen Einsparungen viel Geld für die Hochzeit ausgaben, war nämlich kein Budget mehr vorhanden für Flitterwochen. Wir waren sehr dankbar für die liebevollen Geldbasteleien, die zudem auch noch viel leichter zu transportieren waren, als ein Hochzeit-Service oder ein Besteckkasten ;)

Was unsere Geschenke an die Gäste betraf, war ich Feuer und Flamme für selbstgefertigte, nützliche Sachen. Ich wollte nichts verschenken, dass am Ende wohlmöglich in der Scheune liegen blieb oder weggeschmissen werden würde. Kurzzeitig dachte ich darüber nach für jeden Gast ein Marmeladenglas zu machen, wurde dann aber auch schnell durch Jannes gebremst, der meinte für 55 Gläser Marmelade bräuchten wir einen größeren Topf und mehr Angestellte.

Noch dazu rannte die Zeit. Wir beide hatten keinen Urlaub genommen für die Planungen unserer Hochzeit und saßen fast jeden Nachmittag mit rauchenden Köpfen zusammen.

Bis ich auf die Idee von handgemachten Seifen bei "Etsy" stieß. Ich war begeistert weil das Geschenk einfach zu unserer Hochzeit und zu uns passte. Wir benutzten schon seit Ewigkeiten keine Flüssigseife mehr, weil wir sie aus nachhaltigen Aspekten echt unnötig fanden. Und Seife kann am Ende jeder gebrauchen, ob für den Körper, die Hände oder zum Abwaschen.

Bei Etsy fand ich also eine kleine Seifenmanufaktur, die von Hand Seifen in verschiedensten Formen aus Kräutern, ätherischen Ölen und natürlichen Inhaltsstoffen fertigte. Ich gab 55 kleine Herz-Seifen mit Rosen- und Lavendelduft in Bestellung und konnte zusätzlich noch eine kleine Widmung formulieren, die jede Seife an einem Altpapier-Zettelchen tragen sollte.

An dieser Stelle nochmal eine große Empfehlung meinerseits für dich, wenn du nach individuellen, selbstgemachten Produkten, Kleidungsstücken, Schmuck, Dekoration und anderem suchst: Etsy ist in der Hinsicht oft meine erste und liebste Adresse. Mittlerweile gibt es diese Plattform für viele kleine kreative Betriebe, Künstler und Nebenberufler auch als App im App Store.

Zu der Herz-Seife bekam auch noch jeder Gast ein einzelnes Freudentränen-Taschentuch, dass ich mit einer Banderole aus recyceltem Altpapier ummantelt und mit einem Stempel mit der Aufschrift "Lass unsere Liebe leuchten" (ebenfalls von Etsy) bedruckt habe. Passend zu dem Spruch legten wir in jede Taschentuch-Banderole eine Wunderkerze, die später beim Hochzeitstanz gezündet wurden.

5. Die Hochzeitstorte

Hier mussten wir gar nicht lange suchen, denn es gab nur eine Konditorei in Schwerin die vegane Hochzeitstorten anbot. Bei "Miss Törtchen" wurden wir fündig. Für ca. 50 Personen empfahl uns die Mitarbeiterin, mit der wir die Absprachen trafen, eine dreistöckige Torte. Für jeden "Stock" bzw. Etage durften wir uns Geschmacksrichtungen aussuchen. Wir entschieden uns aufgrund der sommerlichen Zeit für zwei fruchtige Sorten (Pfirsich und Erdbeere) und eine Etage mit Oreo. Die Hochzeitstorte holten wir selbst am Tag vor unserer Freien Trauung ab und schnallten sie zwischen unsere Sitze im Transporter. Jannes fuhr vorsichtig und ich hielt die Hochzeitstorte wie ein Baby umklammert 2 1/2h fest, doch bewahrte uns das trotzdem nicht vor dem Bruch... Puh, an das Öffnen der Hochzeitstortenverpackung denke ich ungerne zurück. Ich habe viele Tränen verdrückt und für einen klitzekleinen Moment war ich bereit alles hinzuschmeißen. Jannes fing mich auf und am nächsten Tag konnte ich lächeln, als wir die Torte (die wir in der Verpackung ließen, um sie nicht ganz in sich zusammenfallen zu lassen) anschnitten.

Würde ich nochmals eine Hochzeit feiern, ich würde wahrscheinlich bei einer 2-stöckigen Hochzeitstorte bleiben. Die viele Sahne macht den Bauch so schwer, dass wir am Ende sehr viel Torte übrig hatten. Tortenbruch hin oder her, geschmeckt hat die Torte allen !


6. Dekoration

Bei einer Hochzeit mit vielen Gästen, einer großen Location wird zumeist auch viel dekoriert. Trotz Minimalismus, ich war nicht bereit die Scheune so zu belassen wie wir sie vorfanden und wollte ihr eine persönliche Note verleihen. Ich suchte zunächst bei "Ebay Kleinanzeigen" nach gebrauchten Dekoration-Artikeln. Hier fand ich auch wirklich viele Dinge, von Vasen, über Geschirr bis hin zu Teelichthaltern und Streudeko. Nur leider entsprach das meiste alles nicht meinen Vorstellungen (Pinterest-Pinnwand) und ich wusste auch nicht wohin mit der ganzen Dekoration nach der Hochzeit. Zwangsweise hätte ich es wahrscheinlich wieder verkauft, aber ich wollte mir den Aufwand sparen und suchte weiter im Netz. Ich stieß auf die Webseite von "One Fancy Fox" und war begeistert. Auf der Webseite wird sämtliche Hochzeitsdekoration vermietet. Alle Dekorations-Artikel können bis zu 3 Tage (auf Anfrage auch länger) geliehen werden. Hier fand ich alles was mein Dekoration-Herz höher schlagen ließ- Laternen, Stoffe, Glaskaraffen, Untersetzer, Holzkisten, ein Leiterregal und sogar Stühle. Wir holten all diese Dinge am Tag vor unserer Hochzeit in Berlin ab und luden sie in unseren Transporter. Ganz unkompliziert konnten wir dann am Sonntag nach unserer Hochzeit in Berlin bei den wirklich lieben Mitarbeitern alles wieder abgeben.

Zu den gemieteten Sachen ergänzte ich lediglich kleinere Sachen, wie selbst gebastelte Traumfänger (aus Weidenzweigen, alten Tassenuntersetzern von Omi und Bindfaden), einen Glaskasten für die Hochzeitspost (Ikea-Gewächshaus), Decken und Socken für den kühlen Abend und eine Wimpelgirlande (von meiner Mutti aus altem Stoffrest gefertigt). Wir nahmen auch den Perser-Teppich aus unserem Arbeitszimmer mit und Jannes', eigens gefertigten, aus drei umgestürzten Birkenstämmen, gebauten "Altar", über den wir später eine Spitzen-Gardine hängten.

In den Monaten vor unserer Hochzeit baten wir außerdem meine Mutti und meine Omi sämtliche Einweggläser (Gurken-, Senf-, Marmeladen-, Aufstrichgläser) zu sammeln, um sie als Teelichthalter zu verwenden. Die einzige Dekoration, die wir neu kauften, war der Leinenstoff, den wir als Läufer über die Tische legten und mittlerweile als Stoff für Wiki-Klamotten gebrauchen (da er nicht chemisch gefärbt ist).



6.1. Blumen

Wir entschieden uns ziemlich schnell gegen Blumen als üppige Dekorationsmöglichkeiten. Blumen sind leider nicht von Dauer und ich bin in den letzten Jahren ein ziemlicher Gegner von Schnittblumen jeglicher Art geworden, da diese Pflanzen teilweise aus Übersee überführt werden müssen und in ihrer "Heimat" unter unfairen Bedingungen gepflanzt, gepflegt und gepflückt werden. Also machte ich mir Gedanken, wie ich ohne Blumen etwas Grün und Frische in die Scheune bringen könnte. Durch Pinterest wurde ich schnell zu Kräutern inspiriert. Diese konnten die Gäste nach Belieben zum Garnieren ihrer Speisen und Getränke nutzen und nach der Hochzeit im Blumentopf mitnehmen und in ihren eigenen Garten oder auf den Balkon pflanzen. Auf unserer Hochzeitstafel fanden Basilikum, Pfefferminze und Rosmarin ihren Platz.

Zusatz: Wir reichten den Gästen kleine Papierkegel, in denen sich getrocknete Blütenblätter befanden, die ich, meine Schwägerin und Jannes Eltern im Laufe des letzten Jahres gesammelt hatten. Diese konnten sie dann fröhlich als Konfetti schmeißen, während wir vom Traualtar zur Scheune gingen. So musste nichts aufgesammelt werden und der Natur wurde kein Schaden angerichtet.


Ich bin immer noch wehmütig, wenn ich die Bilder unserer Freien Trauung sehe. An den Bildern hängen so wunderbare Erinnerungen, Gerüche, Lachen, Tränen und Innigkeit. Ich freue mich wenn ich dir ein paar Anregungen geben konnte und wünsche dir, wann immer es auch sein mag, eine wundervolle Hochzeit.


P.S. Für mehr Bilder von unserer Hochzeit schaut gerne bei den Bildern der lieben Laura vorbei.

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