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Isolation

Aktualisiert: Feb 12

Nachdem wir die Trennwand und den Boden vollständig rausgerissen und die Fenster eingebaut hatten, war nun die Isolation des Kastenwagens der nächste Schritt. Um einen Transporter vor übermäßigem Kälte- bzw. Hitzeeinfluss zu schützen gibt es unterschiedlichste Empfehlungen, die mal mehr, mal weniger praktisch erscheinen. Hier ein paar Beispiele von Dämmungen, hinterlegt mit den Gründen der Nicht-Anwendung:


Montageschaum- kann sich nach dem Versprühen, insbesondere dem Ausfüllen der Fahrzeugholme bis zu seinem dreifachen Volumen aussehen und hat bei dem ein oder anderen Ausbau schon für böse Überraschungen im Fahrzeugblech gesorgt


Steinwolle/Glaswolle- in Nachhaltigkeitsdingen wohl die bestmögliche Lösung, allerdings verzichten viele Menschen, die vor der Dämmungsentscheidung stehen auf genannte "Wollisolation" aufgrund der Gesundheitsgefährdung; viele Menschen reagieren allergisch oder gereizt auf die enthaltenen Mineralstoffe mit Juckreiz, Schwellungen oder Rötungen (falls ihr euch dafür entscheidet, nutzt auf jeden Fall Schutzkleidung sowie Handschuhe)


Styropor oder einfacher Schaumstoff- eignen sich wenig für die Dämmung, da sie hygroskopisch wirken, sprich: diese Stoffe saugen Wasser auf und sorgen so für Rost auf dem Fahrzeugblech


Ich habe mich für den verbreitetsten Dämmstoff entschieden, der bei Wohnmobilausbauten genutzt wird- der sogenannte X-trem Isolator oder auch Armaflex genannt. Dieser Stoff ist in verschiedensten Dicken bestellbar, besteht aus Polyethylen und ist geschlossenporig, sodass Feuchtigkeit zunächst mal nicht in die Dämmung selbst eindringt und im Weiteren nicht an das Fahrzeugblech weitertransportiert wird und dort für Rostschäden sorgt.


Tipp: Wenn du dich ebenfalls für Armaflex entscheiden solltet, achte darauf welchen Typ von Armaflex du kaufst (es fällt dir wahrscheinlich schon anhand der verschiedenen Preiskategorien auf). Ich habe mich für das Armaflex AF entschieden, weil es einen integrierten Korrosionsschutz bzw. eine Dampfwassersperre besitzen soll, ist aber somit auch das teuerste Dämmmaterial. Aber genau hier würde ich dir davon abraten günstig zu kaufen, denn die Dämmung ist fundamental für den Ausbau und kann später nicht mehr verändert werden. Genauso geeignet für den Wohnmobilausbau soll übrigens auch das etwas günstigere Armaflex XG sein. Das billigere Armaflex ACE (in diversen Shops auch unter "Accoflex" bekannt) z.B. zeichnet sich durch geringere Dämmwerte und schlechtere technische Eigenschaften aus.


Ich entschied mich für zweierlei Stärken für die Dämmung meiner Rosie. Da die Kälte angeblich stärker durch das Boden-Fahrzeugblech dringt und die Sonne bekanntlich von oben auf das Dach den größten Einwirkungsbereich hat, war für mich klar, dass Boden- sowie Deckenisolation dicker sein müssten, als die Seitenisolation. Also bestellte ich für Boden und Decke Dämmstoff in einer Stärke von 25mm und für die 2 Seiten in einer Stärke von 19mm. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass ich für die Decke und die beiden Seitenwände die selbstklebende Variante auswählte und für den Boden die klebfreie Variante zur "schwimmenden" Verlegung. Ergänzend möchte ich noch schreiben, dass euch ebenso die Möglichkeit offen steht einen Flüssigkleber von der gleichnamigen Firma zu bestellen und wie beim Tapezieren, die Isolatorplatten einzuschmieren und anschließend an das Fahrzeugblech zu kleben.

Als die Dämmung dann als Meterware geliefert wurde, empfanden wir die Handhabung als recht einfach. Zuschneiden ließ sich die Dämmung mit einem scharfen Cuttermesser wie Butter und haften tat die Klebefläche wie hulle. Bevor wir allerdings die zugeschnittenen Isolationsplatten anbrachten, klebten wir auf jede größere Fahrzeugblech-Innenfläche Antidrühnmatten. Dies ist ein optionaler Schritt und soll für weniger Dröhngeräusche während des Fahrens sorgen. Wir für unseren Teil waren beeindruckt, was so eine kleine Platte an Schall aufnimmt. Ich habe aber auch bereits andere Erfahrungsberichte gelesen, die eine Schallreduzierung durch die Antidröhnmatten als sehr minimal einstuften.


So hatten wir binnen eines Tages die Schall- und Wärmedämmung für die Seitenwände sowie die Decke abgeschlossen. Der Boden sollte erst schwimmend verlegt werden, wenn wir denn wirklich einen Bodenbelag haben würden.





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