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Innenverkleidung

Aktualisiert: Feb 12

Um es etwas wohnlicher zu gestalten in unserem Campervan entschieden wir uns dazu Rosie von Innen mit Holz zu verkleiden.

Wir benutzten für die Deckenverkleidung Kiefernholz mit 120mm Stärke und 80mm Breite. Um dem Raum ein bisschen mehr Weite zu verleihen, strich ich die Deckenverkleidung mit weißer Holzlasur zweifach an (achte darauf, dass die Lasur wohngesund ist und keine Schadstoffe absondert, denn der Camper wird schließlich dein Zuhause/ auf Zeit).

Die Holzpaneele für die Decken- und die Seitenverkleidung sind mit Nut und Feder ausgestattet und deshalb bestens geeignet zum Befestigen und Verschwindenlassen von unschönen Übergängen.

Bei der Seitenverkleidung entschieden wir uns für Holzpaneele, die 10cm breit sind. Diese ließen sich leichter verarbeiten und wir schafften mit mehr Breite der Holzbretter, natürlich auch schneller ein Ende. Etwas schwierig gestaltete sich die Anbringung der Holzbretter, an den Stellen wo kein Fahrzeugholm (wie auf dem 3. Bild oben zu sehen) vorhanden war. Dort improvisierten wir mit Holzresten, die wir jeweils passend für den Raum hinter der Verkleidung zusagten und dann daran verschraubten. Schraube bitte nie in das äußere Fahrzeugblech! Im schlimmsten Fall führt das Schrauben zu einem größeren Riss und einer Fahrzeugstilllegung, im besten Fall zu einer Roststelle, die sich mit der Zeit ausbreiten wird und die du im Nachhinein schwierig beheben kannst, da sich die Verkleidung mit allem pipapo davor befindet.

Ich habe auch schon in vielen anderen Ausbauten gesehen, wie vor dem Anbringen der Verkleidung feine Holzlatten auf die Holme geschraubt wurden, auf die dann die Verkleidung separat geschraubt wurde. Geht auch wunderbar. Für uns war das allerdings keine denkbare Lösung, da Jannes schon jetzt zu groß ist um aufgerichtet in unserer Rosie zu stehen und wir mit den Holzlatten weitere Zentimeter eingebüßt hätten. Gleiches gilt übrigens für die Seitenverkleidung: Da unser Bett quer zur Fahrtrichtung ausgerichtet wird, zählt auch hier jeder Zentimeter Länge.

Tipp: Beim Anschrauben der Holzverkleidung oder sonstiger anderer Verkleidung an den Holmen eignen sich sogenannte Blechtreibschrauben am besten, da sie sich in das Blech "fressen" und dort stecken bleiben.

Für die Befestigung der Basis-Verkleidung von Decke und Seiten brauchten wir tatsächlich nur 2 Tage.

Im Anschluss begonnen wir mit der Verkleidung der Hecktüren und der Schiebetür.

Auch hier gab es wenig Schwierigkeiten. Jannes nahm Maß, ich sägte die Holzpaneele zu und Jannes befestigte sie an den Türen. Die Teamarbeit ging uns leicht von der Hand und wir hatten seit Langem wieder Spaß an der Arbeit. Obwohl es regnete!

Wir entschieden uns noch dazu, die vorhandenen Hohlräume in einer der Hecktüren und der Schiebetür für kleine Staumöglichkeiten zu nutzen und fertigten kleine Holzrahmen um diese Hohlräume.

Ich bin sehr gespannt für was diese kleinen Fächer noch gut sein werden. Außerdem sägte ich noch zwei Bretter zu, die ich dann an die hinteren Ecken im Inneren des Fahrzeugs anpasste und schaffte so nochmals Raum für kleinere Reiseutensilien.


Zu guter Letzt verschloss ich die sichtbaren Schraublöcher inklusive Schrauben mit Holzspachtelmasse in der jeweiligen Farbe, schliff die Überreste am nächsten Tag ab und lasierte die Holzoberfläche nochmals, sodass eine homogene Fläche entstand.


Na also das sieht doch schon nach was aus, weiter geht's jetzt endlich mit dem Möbelbau !



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